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Der Beruf
Goldschmieden ist eine Lebenseinstellung und nicht einfach ein schöner Beruf. Es gehört viel Geduld und Vorstellungsvermögen dazu, um das was entworfen wird auch in eine tragbare Form zu bringen. Was diesen Beruf so einzigartig macht ist, dass der gesamten Produktionsverlauf, vom Entwurf bist zu fertigen Unikat, vom Goldschmied ausgeführt wird, d.h. man ist nicht nur ein Glied in einer Kette von Produktionsschritten sondern verantwortlich vom Anfang bis zum Ende der Herstellung.
Die Lehre von dreieinhalb Jahren ist eigentlich zu kurz, weil der Beruf des Goldschmiedes viele Bereiche umfasst wie z.B. Edelsteinkunde, Chemie, Metallurgie, etc. Es gibt auch nur wenige Arbeitsgänge, die man quasi "nach Schema -F-" ausführen kann, denn jedes Stück hat seine Eigenheiten, sei es die Gestaltung, die Reparatur oder die Restauration. Für viele ist es anstrengend, wenn sie nicht mit "Leib und Seele" dabei sind, denn ihre privaten Belange müssen, wie der Hund vor der Metzgerei "draußen bleiben", um sich voll und ganz auf das Goldschmieden konzentrieren zu können.
Faszinierend ist die kleine Welt des Goldschmiedes, besinnlich, bescheiden, sie passt auch nicht in die uns umgebende Hektik, wo Industrie und Aktien scheinbar das Maß aller Dinge sein sollen. Viele können daher kaum verstehen wie es möglich ist, dass ein Goldschmied in der heutigen Zeit aus den edelstem Materialien dieser Erde ein wirklich einmaliges Schmuckstück in seiner kleinen Werkstatt erschaffen kann.
Es gibt noch vieles über den Beruf vom Goldschmied zu berichten, aber ein 'Buch' kann an anderer Stelle geschrieben werden.
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Ihr Goldschmiedemeister stellt sich vor:

1. bis 5. Klasse Volksschule
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6. bis 12. Klasse Waldorfschule
.....Abschluss: Erweiterter Sekundarabschluss II
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Goldschmiedelehre und Teil der Gesellenzeit bei Fa. H. Schrammen
.....Abschluss (Schule Pforzheim): Goldschmiedegeselle
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Fachschule für Edelstein und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein
.....Abschluss: Staatlich geprüfter Gestalter / Goldschmiedemeister
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Deutsche Gemmologische Gesellschaft EV
.........Abschluss: Edelsteingutachter
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Ab Mai.1990 selbstständig

 

Nun, da Ihr Interesse Sie soweit geführt hat, kommen wir zu den Punkten, die für mich und meinen Beruf, von wesentlicher Bedeutung sind.

Generell gesagt, bin ich ein Mensch, der es vermeidet sich mit anderen Personen zu vergleichen, d.h. Statussymbole und Klischees sind für mich nicht von Bedeutung. Dies spiegelt sich auch in meiner Arbeit wieder, da es wichtig ist offen und unvoreingenommen für den Menschen zu sein, der ein wirklich persönliches Unikat aus meiner Hand erhalten möchte.
Zu meinen Grundsätzen gehört auch die Ehrlichkeit, im Privaten so auch im Geschäft. Es ist nicht nur eine Überzeugung sondern eine wichtige Einstellung im täglichen Leben. 
Ich lebe recht zurückgezogen und bin nur selten in der Öffentlichkeit zu treffen, da ich meinen Ausgleich in den Wäldern und Schluchten des Schwarzwaldes finde wo ich, mit meinem Hund oftmals stundenlang unterwegs bin. Dies ist auch ein Grund warum ich mich in Donaueschingen niedergelassen habe ... die Nähe zur Natur.
Ein direktes Hobby habe ich eigentlich nicht da ich meinen Beruf liebe, trotzdem gibt es Bereiche die mir zum Ausgleich Freude bereiten. Der PC ist eines davon, sonst könnten Sie dies Seiten hier nicht lesen, da ich sie  komplett selbst erstellt habe und alles mit dem Betriebssystem OS/2-WARP-4. (letztes Update dieser Internetseiten: Mai.2004)
Obwohl beim Handwerk des Goldschmiedes sich vieles über Jahrzehnte nicht ändert, finde ich technische Neuigkeiten faszinierend und so mancher Sciencefiction Film bekommt inzwischen reale Züge ( was nicht unbedingt nur von Vorteil ist ).
Die Verknüpfung klassischer Aspekte in einer modernen Welt spiegelt sich in meinen Kreationen wider, denn ich finde es wichtig, dass man sein persönliches Unikat auch viele Jahre später tragen kann. Sie widersetzen sich der Schnelllebigkeit der heutigen Modetrends, weil sie einen Bezug zur individuellen Person haben und somit einzigartig sein müssen. 

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Goldschmiedemeister

Donaueschingen, den 14. Januar 2000

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